Ich habe mich getraut – mein erster Tandemflug über der Hochries
Sandra (34) hatte panische Höhenangst und hat sich trotzdem getraut: Ein Tandem Paragliding Hochries über Chiemsee und Kaisergebirge.

Ich habe mich getraut – mein erster Tandemflug über der Hochries
Moin zusammen,
also eins vorweg: Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas mal schreibe. Aber heute war der Tag. Der Tag, an dem ich mich meiner größten Angst gestellt habe.
Ich bin Sandra, 34 Jahre alt, und ich habe panische Höhenangst. Schon auf einer Leiter wackeln mir die Knie. Warum also bitte Tandem Paragliding Hochries?
Gute Frage. Ich frag mich das heute Morgen um 8 Uhr auch noch, als ich im Auto sitze und eigentlich umdrehen will. Mein Freund Markus hat mir den Gutschein zu Weihnachten geschenkt – und ich hab ihn seitdem unterm Bett versteckt. Aber irgendwann läuft die Frist ab, sagt er. Also hin da.
Ankunft an der Hochriesbahn
Die Talstation in Samerberg ist total entspannt. Parkplatz direkt davor, ein Kiosk, nette Leute. Mein Pilot kommt raus, begrüßt mich mit einem Lächeln und sieht überhaupt nicht so aus, als ob er mich gleich in den Tod stürzen will. Das beruhigt mich schon mal.
Er fragt: Nervös? Ich sag: Ich glaub ich sterbe gleich. Er lacht und sagt: Das sagen alle. Am Ende wollen die meisten nicht mehr runter.
Klar, denk ich mir. Typisch Pilotenspruch.
Die Gondelfahrt
Die Gondel hoch zur Hochries dauert so 15 Minuten. Ich klammer mich am Sitz fest. Aber dann passiert was komisches: Die Aussicht wird einfach so schön, dass ich kurz vergesse, dass ich gleich springen muss.
Unter mir wird das Tal immer breiter. Irgendwo da hinten blitzt es – der Chiemsee. Richtig groß. Daneben die Fraueninsel – von oben sieht sie aus wie ein Spielzeug. Und dann die Berge: Links die Kampenwand, vor mir das Kaisergebirge. Ich denk nur: Wow.
Der Moment der Wahrheit
Oben angekommen. Gipfel auf 1560 Metern. Der Wind pfeift ganz leicht. Mein Pilot zeigt mir den Gleitschirm, erklärt mir kurz was passiert – aber ich hör nur halb zu. Gleichzeitig denk ich: Ich will weg hier und: Ich will das unbedingt schaffen.
Dann sagt er: OK Sandra, wir gehen jetzt los. Einfach geradeaus laufen, nicht hinsetzen, nicht bremsen. Einfach laufen. Mach ich. Zwei Schritte... drei... und dann – nichts mehr.
Ich schweb.
Es fühlt sich an wie... Fallen, aber ohne Angst. Wie wenn du im Traum fliegst. Nur dass dein Magen nicht hochkommt, sondern alles ganz ruhig wird. Der Wind ist warm. Es ist komplett still. Kein Adrenalin-Rausch, sondern pure Zufriedenheit.
Ich muss lachen. Wirklich. So ein komisches glückliches Lachen. Mein Pilot lacht mit. Obwohl er das sicher schon tausendmal erlebt hat.
Von oben seh ich den ganzen Chiemsee bis runter nach Prien. Die Kampenwand steckt ihre Nase links rein. Und rechts hinten der Wendelstein. Ich dreh mich im Kreis – es gibt keine Worte.
Die Landung
Nach gefühlten fünf Minuten (es waren wohl 15) werden wir tiefer. Ich seh die Wiese kommen. Butterweich setzen wir auf – ich merk kaum was. Mein Pilot fragt: Na, wie war's? Ich sag: Können wir nochmal?
Er lacht schon wieder.
Und ich merk: Ich hab geweint. Nur so ein bisschen. Aber ich hab echt geweint, weil es so schön war.
Fazit
Ich bin 34, habe Höhenangst, und bin heute über der Hochries geflogen. Wenn das keine Ansage ist.
Für alle, die auch zögern: Macht es. Einfach machen. Es ist nicht so beängstigend, wie ihr denkt. Es ist das Schönste, was ich je erlebt hab.
Mehr Infos und Buchung: Tandemflug Hochries buchen
PS
Ich hab Markus direkt geschrieben: Wir fahren nächste Woche wieder. Und dann will ich auf den
Hochfelln
. Da soll der Ausblick noch besser sein. Na wenn das mal keine Sucht ist.Eure Sandra 🪂