Tandemflug Brauneck: Wie mein Gewicht zur Frage wurde

Tandemflug Brauneck, Bayern: Johannes (43) erlebt Gewicht. Authentischer Bericht über Brauneck – jetzt Tandemflug buchen!

Tandemflug Brauneck - Lenggries

Tandemflug Brauneck: Wie mein Gewicht zur Frage wurde

Ich sitze an diesem Oktobertag auf einer Bank oberhalb von Lenggries, den Kaffee in der Hand, als mir ein bunter Fleck am Himmel auffällt. Erst halte ich ihn für einen Vogel. Dann erkenne ich einen Gleitschirm, der ruhig seine Kreise zieht, weit über dem Isarwinkel. Ich bin 43, komme aus Zürich und habe ein paar Tage frei genommen, um allein in den bayerischen Voralpen zu wandern. Mit dem Fliegen hatte ich bisher nichts zu tun.

Das Smartphone, der Himmel und die Frage nach dem Gewicht

Ich blieb sitzen und sah dem Schirm eine Viertelstunde lang zu. Dann zog ich das Smartphone aus der Jackentasche und googelte "Tandem Gleitschirm Lenggries". Auf tandem-paragliding.center landete ich fast zufällig, die Seite war übersichtlich und ohne Schnickschnack. Ich las mich durch die Beschreibung zum Fluggebiet Brauneck und blieb an einem Satz hängen: Das Maximalgewicht für Tandempassagiere liegt bei 100 Kilogramm.
Ich wiege knapp 94 Kilo. Das ist nicht dramatisch, aber ich kenne meine Waage und meine Ausreden. Plötzlich war das Gewicht das Einzige, woran ich dachte. Ist das zu viel? Gilt die Grenze streng? Wird der Schirm mich überhaupt tragen? Ich schrieb mir die Zahl auf und rechnete im Kopf nach, ob Rucksack, Jacke und Wanderschuhe etwas ändern würden. Das wirkt im Nachhinein komisch, aber in dem Moment war es mir ernst.
Dass die Grenze klar benannt war, beruhigte mich. Ich fand es ehrlich, dass nichts schöngeredet wurde. Die Seite erklärte, dass Gewicht beim Tandemflug eine Sicherheitsfrage ist, denn Schirm und Pilot sind auf einen bestimmten Bereich ausgelegt. Meine 94 Kilo lagen darunter. Ich tippte auf "Buchen", suchte mir einen Termin für den nächsten Nachmittag aus und bezahlte direkt auf dem Display. Es dauerte keine fünf Minuten. Dann saß ich da, mit klopfendem Herzen und einem halb ausgetrunkenen Kaffee.

Der Moment vor dem Start am Brauneck

Am nächsten Tag war es klar und kühl. Die Buchen am Hang hatten sich gelb und kupfern verfärbt, in den Senken hing noch dünner Dunst, und die Sonne stand schon tief genug, dass alles ein weiches, goldenes Licht bekam. Ich trug Fleece, eine Windjacke und Handschuhe, wie mir empfohlen worden war. Oben am Brauneck, das als Sehenswürdigkeit der Region ohnehin ein Ziel für Wanderer ist, wehte ein frischer Wind, der nach Gras und feuchter Erde roch.
Mein Pilot begrüßte mich ruhig und ohne Hektik. Als Erstes wog er mich samt Ausrüstung, und ich muss gestehen, dass ich dabei die Luft anhielt. Er lachte, als er es bemerkte. "Passt alles, du hast reichlich Spielraum", sagte er. Das war der Moment, in dem die Anspannung der letzten 24 Stunden abfiel. Er erklärte mir, dass Gewicht und Schirmgröße zusammenpassen müssen und dass er deshalb vorher immer nachfragt. Danach ging er mit mir die Abläufe durch: Gurtzeug, Karabiner, Startlauf. Der Auftrag an mich war simpel. Laufen, laufen, laufen, und nicht stehen bleiben, auch wenn es sich komisch anfühlt.
Der Schirm lag ausgebreitet im Gras, ein farbiges Tuch vor dem weiten Blick auf Lenggries und die Isar, die sich silbern durchs Tal zog. Weiter hinten zeichneten sich die Hügel Richtung Bad Tölz ab, und bei klarer Sicht ahnt man sogar den Dunstschleier über München. Ich spürte meinen Puls im Hals.

Als der Boden wegkippte: mein erster Flug

Dann ging es schnell. Der Pilot rief "Jetzt!", der Schirm stieg hinter uns auf, und ich lief. Zwei, drei, vier Schritte, und plötzlich wurde der Boden weich, als hätte jemand die Schwerkraft leiser gedreht. Meine Füße berührten nichts mehr. Ich hing im Gurtzeug wie in einem bequemen Sessel, und unter mir fiel der Hang ab.
Das Erste, was mich überraschte, war die Stille. Kein Motor, kein Rauschen, nur ein leises Flattern des Tuchs und gelegentlich der Wind an den Ohren. Das Zweite war, wie sicher ich mich fühlte. Ich hatte mit einem Magenkribbeln gerechnet, mit Angst vor der Höhe. Stattdessen war da eher ein weites Staunen. Die Lärchen leuchteten gelb zwischen den dunklen Fichten, und der Isarwinkel lag da wie eine Landkarte, nur mit mehr Farbe und Tiefe.
Mein Pilot ließ uns in einer sanften Thermik ein paar Kreise drehen. Ich spürte, wie die Luft uns trug, ein leichtes Heben, als würde jemand von unten sacheln. Da dachte ich wieder an mein Gewicht und musste lächeln. Die ganze Sorge, die mich einen Abend lang beschäftigt hatte, war hier oben bedeutungslos. Der Schirm trug uns beide, und zwar mühelos. Ich durfte auch selbst ein bisschen an den Steuerleinen ziehen und merkte, wie der Schirm sanft reagierte. Es fühlte sich an, als würde man ein sehr großes, sehr ruhiges Tier lenken.

Landung in Lenggries und was von dem Flug blieb

Der Landeanflug begann mit einer weiten Kurve über den Wiesen am Talrand. Unter uns wurden die Zäune, Bäume und Häuser von Lenggries größer. Mein Pilot sagte nur: "Beine hoch, und dann gleich ein paar Schritte laufen." Ich tat es, setzte mit den Füßen auf, lief zwei Schritte und stand. Das Gras war nass vom Abendtau, die Luft kühl, und ich stand einfach da und lachte, ohne es zu wollen.
Beim Zusammenlegen des Schirms fragte ich noch einmal nach dem Gewicht, einfach aus Neugier. Der Pilot erklärte mir, dass bei 100 Kilogramm für Passagiere Schluss ist, damit der Flug sicher und gut kontrollierbar bleibt. Das fand ich angenehm klar. Wer sich vorher fragt, ob er zu schwer ist, sollte einfach ehrlich nachsehen, statt zu grübeln. Genau das hätte ich mir selbst am ersten Abend gewünscht.
Was mir am meisten bleibt, ist die Erinnerung an diesen Moment, in dem mein Körper nichts mehr wog. Ich bin nach Zürich zurückgefahren mit dem Gefühl, dass manche Hürden nur im Kopf existieren. Das Brauneck mit seinem Blick über Lenggries und den Isarwinkel habe ich seither mit anderen Augen gesehen.
Mehr tolle Flugerlebnisse findest Du auf der Flugerlebnisse-Seite von tandem-paragliding.center unter https://tandem-paragliding.center/flugerlebnisse.
Hinweis: Dieses Bild und dieser Text wurden mit Künstlicher Intelligenz (KI) generiert.
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