Tandemflug Chamonix: Lisa entdeckt den Kinderflug

Tandemflug Chamonix, Frankreich: Lisa (37) erlebt Kinderflug. Authentischer Bericht über Mont Blanc – jetzt Tandemflug buchen!

Tandemflug Chamonix - das Mont-Blanc-Massiv

Tandemflug Chamonix: Lisa entdeckt den Kinderflug

Ich hätte nie gedacht, dass ein einzelner Blick nach oben mein ganzes Wochenende umkrempeln würde. Es war ein warmer Julimorgen in Chamonix, ich saß mit einem Café au lait auf einer Terrasse in der Fußgängerzone, und über mir kreiste ein bunter Gleitschirm ganz ruhig vor dieser gewaltigen Kulisse aus Fels und Eis. Ich bin 37, komme aus München und war eigentlich nur für ein paar Tage in die französischen Alpen gefahren, um dem Stadttrubel zu entkommen. Wandern, Kaffee, ein bisschen die Beine vertreten – mehr hatte ich mir nicht vorgenommen.
Aber dieser Schirm ließ mich nicht mehr los. Ich zückte mein Smartphone, tippte "Tandemflug Chamonix" ein und landete auf tandem-paragliding.center. Ich las mich fest, sah die Fotos vom Mont-Blanc-Massiv aus der Luft und dachte mir: Wenn nicht jetzt, wann dann? Innerhalb von zehn Minuten hatte ich direkt vom Handy aus gebucht – und zwar den sogenannten Kinderflug, weil der Name mich neugierig gemacht hatte.

Warum ausgerechnet der Kinderflug vor meinem Tandemflug

Ich muss ehrlich sein: Beim Wort "Kinderflug" hatte ich zuerst ein Fragezeichen im Kopf. Ich bin ja kein Kind mehr. Aber wie mir der Pilot später erklärte, ist das einfach die ruhigere, sanftere Variante des Tandemflugs – ein Flug ohne wilde Spiralen, ohne Loopings, ohne dass einem der Magen in die Kehle rutscht. Perfekt für jemanden wie mich, der zum ersten Mal am Himmel hängt und nicht weiß, wie der Körper reagiert. Es geht ums gemütliche Gleiten, ums Schauen, ums Ankommen.
Am Treffpunkt wurde ich freundlich in Empfang genommen. Kurz das Wichtigste geklärt: Bis 100 Kilogramm dürfen Passagiere mitfliegen, da lag ich locker drunter. Ich bekam ein Gurtzeug, das mich an einen bequemen Sitzgurt erinnerte, dazu einen Helm. Weil es ein Sommertag mit fast 28 Grad im Tal war, riet mir der Pilot zu einer leichten Jacke – oben, mit ein paar hundert Metern mehr Höhe, wird es merklich frischer. Gut, dass ich sie im Rucksack hatte.
Wir fuhren mit der Seilbahn hinauf, und mit jedem Meter wurde die Aussicht wilder. Rechts von uns türmten sich die Gletscher auf, in der Ferne thronte der Mont Blanc, dieser weiße Riese, der alles überragt. Die Aiguille du Midi mit ihrer markanten Nadelspitze ragte messerscharf in den blauen Himmel. Mir wurde langsam bewusst, in was für einer Landschaft ich hier gleich schweben würde.

Der Moment, in dem der Flug begann

Am Startplatz breitete der Pilot den Schirm hinter uns aus. Er erklärte mir in aller Ruhe, was zu tun ist: aufrecht bleiben, ein paar entschlossene Schritte bergab laufen, nicht stehenbleiben. Mein Herz klopfte, ehrlich gesagt, ziemlich heftig. Ich stand am Rand einer Wiese, vor mir fiel der Hang ab, und irgendwo tief unten lag Chamonix wie eine Modellstadt.
Dann sagte er: "Los!" Ich lief, spürte, wie der Schirm sich über uns füllte, und nach wenigen Schritten war der Boden einfach nicht mehr da. Kein Ruck, kein Fallen – ich saß plötzlich bequem im Gurt, und wir stiegen. Ich hörte mich selbst lachen, halb aus Erleichterung, halb aus purer Freude.
Was mich am meisten überraschte: Wie leise es dort oben ist. Nur der Wind, das leichte Knarzen der Leinen und ab und zu die ruhige Stimme meines Piloten, der mir erklärte, was ich sah. Die Gletscherzungen leuchteten türkis in den Spalten, das Mont-Blanc-Massiv breitete sich vor uns aus wie eine Wand aus Eis und Granit. Wir zogen sanfte Kurven, und ich konnte in aller Ruhe die Aiguille du Midi bestaunen, die aus dieser Perspektive fast zum Greifen nah wirkte.
Ich hatte Angst gehabt, mir würde schwindelig werden. Aber der Kinderflug hielt genau das, was der Name verspricht: sanft, weich, entspannt. Kein Adrenalinschock, sondern ein Schweben, bei dem ich einfach nur schauen und atmen konnte. An einer Stelle drehten wir eine langsame Runde, und für einen Moment stand die Zeit still. Unter mir die Sommerwiesen der Alpen, die kleinen Bauernhöfe, das satte Grün der Wälder – und darüber diese eisige, weiße Kulisse.

Was von diesem Flug bei mir geblieben ist

Die Landung kam schneller, als mir lieb war. Mein Pilot steuerte eine große Wiese am Talboden an, sagte mir, ich solle die Beine ausstrecken, und dann setzten wir federleicht auf. Ich stand auf weichem Sommergras, die Sonne warm im Gesicht, und brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass ich das gerade wirklich getan hatte.
Ich war allein hierhergekommen, ohne Plan, ohne Erwartung – und bin mit einem breiten Grinsen wieder auf dem Boden gelandet. Was mir geblieben ist, ist nicht nur die Aussicht auf den Mont Blanc, sondern dieses Gefühl von Leichtigkeit. Dass ich mich einfach getraut habe. Dass ich um zehn Uhr morgens spontan per Smartphone gebucht und am selben Nachmittag über den Gletschern von Chamonix geschwebt bin.
Wer wie ich mit einer gesunden Portion Respekt an so einen Tandemflug herangeht, dem lege ich den Kinderflug ans Herz. Man muss nicht mutig sein oder Erfahrung haben – man muss sich nur trauen, nach oben zu schauen und dann ja zu sagen. Die Piloten wissen genau, was sie tun, und nehmen einem jede Nervosität.
Ich sitze jetzt wieder auf derselben Terrasse, mit demselben Café au lait, und blicke nach oben. Da kreist wieder ein Gleitschirm. Und ich weiß jetzt genau, wie sich das anfühlt.
Wenn Du selbst neugierig geworden bist: Mehr tolle Flugerlebnisse und Berichte anderer Gäste findest Du auf der Flugerlebnisse-Seite von tandem-paragliding.center. Vielleicht schaust auch Du bald einmal nach oben und buchst spontan Deinen ersten Flug über dem Mont-Blanc-Massiv.
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