Tandemflug Chamonix im Herbst: Mein Pilot und der Mont Blanc

Tandemflug Chamonix im Herbst: Mein Erfahrungsbericht mit Pilot Julien über dem Mont Blanc – Ablauf, Gewicht, Gefühl beim Start. Jetzt Flug buchen.

Tandemflug Chamonix - das Mont-Blanc-Massiv

Tandemflug Chamonix: Mein Pilot und der Mont Blanc

Ich bin 50, komme aus München und habe lange gedacht, dass ich Berge am liebsten von unten ansehe: mit festen Schuhen, Rucksack und Brotzeit. Dass ich Mitte Oktober über Chamonix am Gleitschirm hängen würde, hätte ich vor ein paar Wochen noch für einen Scherz gehalten. Jetzt sitze ich im Zug nach Hause und will aufschreiben, wie es dazu kam, solange ich noch alles genau im Kopf habe.

Wie ich auf den Tandemflug kam

Ich war allein nach Chamonix gefahren, ein paar freie Tage, Wandern im Mont-Blanc-Massiv. Am zweiten Morgen stand ich an einem Aussichtspunkt oberhalb des Tals. Die Lärchen leuchteten gelb und orange, die Luft war kühl und klar, und ich hatte die Fleecejacke bis zum Kinn zugezogen. Da zog ein bunter Gleitschirm lautlos an mir vorbei, kaum hundert Meter entfernt. Ich konnte sogar die Leinen sehen. Der Schirm drehte eine langsame Kurve, als hätte er alle Zeit der Welt, und darunter hing ein Mensch und schaute einfach.
Ich stand ziemlich lange da. Dann habe ich das Smartphone aus der Jackentasche gezogen und gegoogelt: „Tandemflug Chamonix“. Ich bin über tandem-paragliding.center gestolpert, die Seite ließ sich auf dem kleinen Display gut lesen. Ich fand schnell die wichtigsten Infos: dass man nicht sportlich sein muss, dass ein erfahrener Pilot alles übernimmt und dass das Maximalgewicht bei 100 Kilo liegt. Bei meinen 86 Kilo war das kein Problem. Ich habe mir einen Termin ausgesucht und direkt vom Aussichtspunkt aus gebucht, Daumen auf dem Display, Herzklopfen im Hals. Eine Bestätigung kam sofort. Erst danach habe ich gemerkt, dass ich mir gerade selbst einen Schubs gegeben hatte.

Der Moment vor dem Start

Zwei Tage später traf ich meinen Piloten, Julien. Er war Anfang vierzig, wettergegerbt, ruhig, mit einem trockenen Humor, der mir gleich gefiel. Er schaute kurz auf den Himmel, auf die Wolken über dem Tal und auf die Fahne am Startplatz. Dann sagte er: „Heute passt es.“ Mehr Worte brauchte es nicht, ich vertraute ihm sofort.
Wir fuhren mit der Bahn hoch zum Startplatz am Planpraz, am Hang des Le Brévent. Die Gondel war im Oktober angenehm leer. Draußen wehte es frisch, die Sonne stand tief, das Licht fiel schräg und golden auf die Hänge. Julien half mir in den Gurt, prüfte jede Schnalle zweimal und erklärte mir den Ablauf. Ich sollte nur laufen, einfach immer weiterlaufen, auch wenn sich das falsch anfühlt. Nicht stehen bleiben, nicht springen.
Ich merkte, wie meine Hände leicht zitterten. Julien sah es und sagte nur: „Das ist normal. Das geht gleich vorbei.“ Er behielt recht.

Als der Boden wegkippte

Der Schirm füllte sich hinter uns mit einem Rauschen, und ich lief los. Zwei, drei, vier Schritte. Dann wurde der Boden weich, und plötzlich lief ich in der Luft. Es gab keinen Ruck und keinen Sturz, nur ein sanftes Abheben, als würde mich jemand von unten tragen.
Ich hatte Angst vor dem ersten Moment gehabt, aber er war erstaunlich leise. Kein Motor, nur der Wind in den Leinen und ein leises Flattern des Stoffs. Wir setzten uns in den Gurt, und ich hing tatsächlich bequem da wie auf einer Schaukel.
Dann drehte Julien den Schirm ein Stück, und vor mir öffnete sich alles. Das Mont-Blanc-Massiv stand in vollem Licht, mit seinen Graten, Gletschern und Felsnadeln. Der Mont Blanc selbst ragte darüber hinaus, ruhig und riesig. Links davon erkannte ich die Aiguille du Midi, diese schmale Spitze mit der Seilbahnstation oben, die man von unten für winzig hält und die aus der Luft doch gewaltig wirkt. Unter uns lag Chamonix mit seinen Dächern, dem Fluss und den Straßen, die auf einmal wie Spielzeug aussahen. Die Lärchenwälder an den Hängen leuchteten so intensiv, dass ich kurz dachte, jemand hätte die Farben hochgedreht.
„Schau mal nach unten“, sagte Julien. Ich tat es, und mein Magen machte einen kleinen Hüpfer. Dann kam eine Ruhe über mich, die ich selten erlebe. Ich bin beruflich ständig erreichbar, mein Kopf ist meistens voll. Hier oben war er leer. Es gab nur Luft, Licht und diesen Blick auf die französischen Alpen, die sich bis zum Horizont zogen.
Wir stiegen in einer warmen Thermik noch ein Stück höher, kreisten in weiten Bögen, und Julien erklärte mir, welcher Gipfel welcher ist. Ich fragte ihn, ob er das nie leid wird. Er lachte und sagte, er habe noch keinen Tag erlebt, an dem die Berge gleich aussahen. Später durfte ich selbst ein paar Mal an den Steuerleinen ziehen. Der Schirm folgte dem Zug sofort, sanft und genau, und ich musste breit grinsen wie ein Schuljunge.

Die Landung und was mir bleibt

Nach gut zwanzig Minuten ging es abwärts. Julien flog große Spiralen, ließ den Schirm in sanften Kurven Höhe abbauen, und die Wiesen im Tal kamen näher. Die Landung war so weich, dass ich fast enttäuscht war, wie unspektakulär sie wirkte. Ich musste nur die Beine anziehen und dann ein paar Schritte laufen. Der Schirm sank hinter uns zusammen, und plötzlich stand ich wieder auf festem Boden, auf einer Wiese mit kaltem Gras, in dem noch der Morgentau hing.
Ich bin eine Weile einfach stehen geblieben. Meine Knie waren ein bisschen weich, mein Gesicht kalt vom Fahrtwind, und ich spürte meinen Puls deutlich. Julien klopfte mir auf die Schulter und fragte, wie es war. Ich brachte nur heraus: „Das muss ich wiederholen.“
Was mir am meisten bleibt, ist weniger der Nervenkitzel als diese Ruhe. Und das Gefühl, den Mont Blanc einmal nicht von unten nach oben anzuschauen, sondern auf Augenhöhe, mit der Sonne im Gesicht. Dass ich das mit 50 noch machen konnte, ohne Vorkenntnisse, nur mit einem Piloten, dem ich vertraue, hat mich selbst überrascht. Am Abend saß ich in einem kleinen Café in Chamonix, die Hände um eine heiße Schokolade gelegt, und habe mir die Fotos immer wieder angesehen.
Wenn Du selbst mit dem Gedanken spielst, es auszuprobieren: Trau Dich. Mehr tolle Flugerlebnisse findest Du auf der Flugerlebnisse-Seite von tandem-paragliding.center, genauer gesagt unter https://tandem-paragliding.center/flugerlebnisse. Ich weiß jetzt, dass man manchmal nur einen Schirm am Himmel sehen muss, um den Mut für den nächsten Schritt zu finden.
Hinweis: Dieses Bild und dieser Text wurden mit Künstlicher Intelligenz (KI) generiert.
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