Tandemflug Fieberbrunn: Meine Überraschung über den Alpen

Tandemflug Fieberbrunn, Österreich: Michael (46) erlebt eine echte Überraschung über den Kitzbüheler Alpen. Authentischer Erfahrungsbericht über seinen ersten Paragliding-Flug.

Tandemflug Fieberbrunn - die Kitzbüheler Alpen

Tandemflug Fieberbrunn: Meine Überraschung über den Alpen

Ich heiße Michael, bin 46 Jahre alt und komme aus Berlin. Eigentlich war ich nur für ein paar Tage allein nach Tirol gefahren, um mal rauszukommen aus dem Großstadtlärm, ein bisschen wandern, ein bisschen lesen, ein bisschen abschalten. Dass ich am Ende dieser Woche tatsächlich am Himmel über dem Pillerseetal hängen würde, war wirklich nicht geplant. Es war eine echte Überraschung – für mich selbst.

Wie der Tandemflug überhaupt in mein Leben kam

Ich saß an einem Nachmittag auf der Terrasse meiner Pension in Fieberbrunn, hatte einen Kaffee vor mir stehen und schaute einfach in den Himmel. Und plötzlich – ein bunter Schirm, der ganz ruhig über mich hinwegglitt. Dann noch einer. Dann noch einer. Ich saß da mit offenem Mund. Ich hatte vorher noch nie wirklich Gleitschirmflieger gesehen, schon gar nicht so nah, so leise, so entspannt. Sie zogen Kreise über dem Tal, fast wie Vögel, die wissen, wo sie hinwollen.
Ich nahm mein Handy und tippte einfach „Tandemflug Fieberbrunn" in die Suche. Die erste Seite, die mir gefiel, war tandem-paragliding.center. Ich klickte mich durch, las ein paar Beschreibungen, schaute mir die Bilder vom [Fieberbrunn](https://tandem-paragliding.center/fluggebiete/at/tirol/fieberbrunn/laerchfilzkogel-in-fieberbrunn) an – und merkte, wie mein Puls schneller wurde. Innerhalb von vielleicht fünfzehn Minuten hatte ich den Flug auf /fluggebiete/at/tirol/fieberbrunn/laerchfilzkogel-in-fieberbrunn gebucht. Per Smartphone, direkt von der Terrasse aus. Ich legte das Handy weg, trank meinen kalt gewordenen Kaffee aus und dachte: Was habe ich gerade getan?
Am nächsten Morgen war ich gleichzeitig nervös und neugierig. Ich hatte mich vorher noch erkundigt – das Maximalgewicht für Passagiere liegt bei 100 kg, und mit meinen 82 kg war ich also sicher dabei. Mein Pilot begrüßte mich an der Talstation, locker, freundlich, mit dieser ruhigen Art, die man bei Menschen findet, die ihren Job lieben. Wir fuhren mit der Bergbahn hoch zum Lärchfilzkogel. Schon die Auffahrt war ein kleines Schauspiel: die Wiesen unter mir, die Kuhglocken, die ersten Felsen, dann der Blick weit hinüber in die Kitzbüheler Alpen.

Der Moment, in dem der Tandemflug Ernst wurde

Oben am Startplatz war ich plötzlich wieder ganz wach. Mein Pilot legte ruhig die Leinen aus, erklärte mir alles – wo ich stehen soll, wann ich laufen muss, dass ich auf gar keinen Fall hinsetzen darf, bevor er es sagt. Ich hörte zu wie ein Schüler in der ersten Stunde. Vor uns: die Wiese, die nach ein paar Metern einfach aufhörte. Dahinter: nichts. Nur Tal.
Dann ging alles schnell. Der Schirm zog hoch, ich spürte den Ruck, lief ein paar Schritte – und dann waren meine Füße auf einmal in der Luft. Einfach so. Kein Stolpern, kein Fallen, nur dieses sanfte Wegkippen des Bodens. Das war die zweite Überraschung an diesem Tag: wie unspektakulär und gleichzeitig wie magisch dieser Übergang war. Eine Sekunde noch Gras unter den Schuhen, die nächste Sekunde Luft.
Wir stiegen. Mein Pilot fand sofort einen Aufwind, drehte ein paar Kreise, und plötzlich war ich nicht mehr knapp über dem Hang, sondern hoch über dem Pillerseetal. Ich konnte den See in der Ferne erkennen, die Häuser von Fieberbrunn wie hingewürfelte Spielzeuge, die Almen wie grüne Flecken. Und dahinter, in alle Richtungen, die Kitzbüheler Alpen. Gipfel an Gipfel, manche noch mit Schneeresten, manche schon ganz grün. Ich hatte sie tags zuvor noch beim Wandern aus der Froschperspektive gesehen. Jetzt schaute ich auf sie herab.
Mein Pilot fragte irgendwann, ob ich Lust auf ein paar Kurven hätte. Ich sagte ja, ohne nachzudenken. Er legte den Schirm in eine Spirale, und für ein paar Sekunden zog es mich kräftig in den Sitz. Das war kein gemütliches Schaukeln mehr – das war richtig sportlich. Ich lachte laut, einfach laut heraus, weil ich es nicht anders konnte. Vor einem Tag noch hatte ich Kaffee getrunken. Jetzt drehte ich Spiralen über Tirol.

Was nach dem Flug von Fieberbrunn übrigblieb

Die Landung war fast schon ein bisschen schade, weil ich gemerkt habe: Ich hätte gerne noch länger oben bleiben können. Mein Pilot setzte uns butterweich auf einer Wiese im Tal ab, ich landete auf den Füßen, fast wie beim Aussteigen aus einem Auto. Wir packten gemeinsam den Schirm zusammen, und ich stand da, immer noch ein bisschen benommen, mit diesem Grinsen, das man nicht wegbekommt.
Ich bin später noch ins Dorf gegangen, habe mir ein Bier bestellt und einfach dagesessen. Berlin war weit weg. Mein Schreibtisch war weit weg. Der ganze Lärm war weit weg. Was bei mir geblieben ist, ist nicht nur die Aussicht – die sowieso. Es ist dieses Gefühl, dass ich an einem ganz normalen Nachmittag, allein, mit einem kalten Kaffee in der Hand, in den Himmel geschaut und einfach gemacht habe. Ohne lange Planung, ohne Diskussion, ohne Ausreden.
Wenn ich das nächste Mal nach Tirol komme, mache ich es wieder. Das weiß ich jetzt schon. Und wenn jemand mich fragt, was das Beste an meinem Urlaub war, dann muss ich keine Sekunde überlegen. Es war diese eine spontane Buchung, die mir einen Vormittag geschenkt hat, an den ich noch lange denken werde.
Up Next →
Tandemflug Kampenwand: Chiemsee & Alpen aus der Luft | Guide
Tandemflug Kampenwand in Bayern: Erleben Sie Paragliding über Chiemsee & Alpen. ...