Tandemflug Fiss: Wie ich beim Paragliding Vertrauen lernte

Erlebnisbericht: Andreas (39) beim Tandemflug Fiss, Österreich. Wie er beim Gleitschirmfliegen Vertrauen fasste und seinen Kontrollzwang überwand. Jetzt Tandemflug buchen!

Tandemflug Fiss - Serfaus-Fiss-Ladis

Tandemflug Fiss: Wie ich lernte zu vertrauen

Ich bin Andreas, 39, aus Wien. Eigentlich bin ich eher der Typ, der gern beide Füße fest am Boden hat. Kontrolle ist mir wichtig – im Job als IT-Projektleiter sowieso, aber auch privat. Dass ich ausgerechnet in Fiss lernen würde, was Vertrauen wirklich bedeutet, hätte ich nie gedacht.

Die spontane Entscheidung zum Tandemflug

Es war mein dritter Tag in Serfaus-Fiss-Ladis. Ich hatte mir eine Auszeit gegönnt, wollte wandern, abschalten, den Kopf freibekommen. Die Tiroler Berge haben schon immer diese Wirkung auf mich gehabt. An diesem Vormittag saß ich gerade auf der Terrasse der Zirbenhütte, als über mir ein bunter Schirm vorbeizog. So nah, dass ich das Lachen des Passagiers hören konnte.
Mein Herz schlug schneller. Gleichzeitig meldete sich diese Stimme in mir: "Das ist nichts für dich, Andreas. Viel zu gefährlich." Aber der Gedanke ließ mich nicht los. Während ich meinen Kaiserschmarrn aß, googelte ich auf dem Smartphone "Tandemflug Fiss". Die erste Seite, die aufpoppte, war übersichtlich und machte einen seriösen Eindruck. Bevor mein innerer Kontrollfreak wieder die Oberhand gewinnen konnte, hatte ich schon auf /fluggebiete/at/tirol/fiss/serfaus-fiss-ladis geklickt und für den nächsten Morgen gebucht.

Der Moment, als ich meinem Piloten vertrauen musste

Am nächsten Tag stand ich um 9 Uhr am Treffpunkt. Meine Hände waren feucht. Thomas, mein Pilot, war ein ruhiger Typ, Mitte 40, mit diesem gelassenen Lächeln, das Bergmenschen oft haben. Während er den Schirm ausbreitete und die Gurte checkte, erklärte er mir alles. Dass das Maximalgewicht 100 kg beträgt (ich wiege 82), dass wir vom Schönjoch starten würden, dass die Thermik heute perfekt sei.
"Vertraust du mir?", fragte er plötzlich, während er mich in den Gurt schnallte. Die Frage kam so direkt, dass ich erstmal schlucken musste. "Ich... ja, ich denke schon", stammelte ich. Thomas grinste. "Denken hilft hier nicht viel. Entweder du vertraust mir, oder wir lassen es."
In diesem Moment wurde mir klar: Ich hatte keine andere Wahl. Ich konnte den Schirm nicht selbst steuern, kannte die Windverhältnisse nicht, wusste nichts über Thermik. Zum ersten Mal seit Jahren musste ich die Kontrolle komplett abgeben.

Als der Flug mein Leben veränderte

"Lauf einfach los, wenn ich es sage", waren Thomas' letzte Worte, bevor er "Jetzt!" rief. Ich rannte los, den Abhang hinunter, spürte, wie der Schirm uns nach oben zog – und plötzlich trugen meine Füße nicht mehr. Wir hoben ab.
Die ersten Sekunden hielt ich mich krampfhaft am Gurt fest. Dann sah ich hinunter. Serfaus-Fiss-Ladis lag unter uns wie eine Spielzeuglandschaft. Der Inn glitzerte in der Morgensonne wie ein silbernes Band. Die Berggipfel ringsum ragten majestätisch in den wolkenlosen Himmel.
"Entspann dich", sagte Thomas hinter mir. "Ich mache das seit 20 Jahren. Vertrau mir." Und dann geschah etwas Seltsames: Ich ließ los. Nicht nur die Gurte, sondern auch meine Angst. Zum ersten Mal seit Monaten – vielleicht Jahren – war mein Kopf wirklich leer. Kein Projektplan, keine Deadlines, keine To-do-Listen. Nur ich, der Wind und dieses grenzenlose Gefühl von Freiheit.
Thomas zeigte mir die Berge, erzählte von den Adlern, die hier kreisen, von den Murmeltieren in den Wiesen unter uns. Wir flogen Kurven, stiegen in der Thermik höher, glitten über Wälder und Almwiesen. 25 Minuten lang war ich ein anderer Mensch. Einer, der nicht alles kontrollieren muss.
Als wir zur Landung ansetzten, wurde mir fast wehmütig zumute. Die Wiese kam näher, Thomas gab mir Anweisungen, und dann setzten wir sanft auf. Meine Beine zitterten – nicht vor Angst, sondern vor Aufregung.
"Und?", fragte Thomas, während er den Schirm zusammenpackte. "Hat sich das Vertrauen gelohnt?" Ich konnte nur nicken. Mehr noch: Dieser Flug hatte mir gezeigt, dass Vertrauen keine Schwäche ist. Manchmal muss man loslassen, um wirklich frei zu sein.
Seitdem bin ich dreimal im Jahr in Serfaus-Fiss-Ladis. Nicht nur zum Wandern. Jedes Mal buche ich einen Tandemflug, jedes Mal bei Thomas. Und jedes Mal lerne ich ein bisschen mehr, zu vertrauen – anderen Menschen, aber vor allem mir selbst.
Wenn du auch diesen Schritt wagen willst: Die Buchung über die Website ist wirklich einfach. Und glaub mir – es wird dein Leben verändern. Nicht weil es spektakulär ist (obwohl die Aussicht auf die Tiroler Alpen und das Inntal schon beeindruckend ist). Sondern weil du lernst, dass Kontrolle abgeben manchmal der einzige Weg ist, wirklich frei zu sein.
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