Tandemflug Hochries im Sommer: Wie Thomas sein Fernweh besiegte

Tandemflug Hochries im Sommer: Thomas' Fernweh wird beim Gleitschirmfliegen über dem Chiemsee gestillt. Erfahrungsbericht lesen und Flug buchen!

Tandemflug Hochries - der Chiemsee

Tandemflug Hochries im Sommer: Wie Thomas sein Fernweh besiegte

Es war ein ganz normaler Dienstagnachmittag Ende Juli, als alles anfing. Ich saß auf einer Bank am Ufer des Chiemsees, hatte mir extra einen Tag freigenommen, um dem Bürostress in Zürich zu entkommen, und starrte auf das Wasser. Die Hitze flimmerte über der Oberfläche, irgendwo in der Ferne tuckerte ein Ausflugsboot Richtung Herrenchiemsee. Und dann sah ich ihn: einen bunten Gleitschirm, der lautlos über den Hängen der Kampenwand kreiste, mal höher, mal tiefer, als würde er mit dem Wind spielen. Ich konnte den Blick nicht abwenden.
Dieses Gefühl kannte ich. Fernweh nenne ich es, seit ich denken kann – dieses Ziehen, wenn ich sehe, wie andere Menschen die Welt aus einer Perspektive erleben, die mir verwehrt bleibt. Ich zückte mein Handy, tippte "Gleitschirm fliegen Chiemsee" in die Suche und landete Sekunden später auf tandem-paragliding.center. Ein paar Fotos von der Hochries, Informationen zum Fluggebiet, ein Buchungsformular. Fünf Minuten später hatte ich einen Termin für den übernächsten Tag gebucht, direkt vom Handy aus, ohne lange nachzudenken. So bin ich eben – wenn das Fernweh ruft, sollte man nicht zu viel zögern.

Der Tandemflug und mein Fernweh an diesem Sommertag

Der Morgen war klar, die Luft roch nach warmem Gras und ein bisschen nach Harz von den Nadelbäumen. Ich war allein unterwegs, hatte mir extra ein Zimmer in einer kleinen Pension in der Nähe genommen, und als ich am Startplatz auf der Hochries ankam, schlug mir sofort diese unglaubliche Weite entgegen. Von hier oben sah man den Chiemsee wie eine silberne Scheibe zwischen den grünen Hügeln liegen, und wenn man genau hinschaute, konnte man in der Ferne sogar die schroffen Umrisse des Kaisergebirges erahnen.
Mein Pilot wog mich noch einmal kurz ab – bis 100 Kilogramm sei kein Problem, meinte er lächelnd, ich war mit meinen 78 Kilo also klar im grünen Bereich. Wir zogen den Gurtzeug an, er erklärte mir in Ruhe den Ablauf, und ich merkte, wie meine Nervosität langsam einer Art aufgeregter Vorfreude wich. Das Fernweh, das mich seit Tagen begleitet hatte, verwandelte sich in diesem Moment in etwas Greifbares.
Der Start selbst ging schneller, als ich erwartet hatte. Ein paar Schritte den Hang hinunter, der Schirm füllte sich mit Luft über uns, und dann – dieser Moment, in dem die Füße den Boden verlassen und man plötzlich schwebt. Kein Ruckeln, kein Schaukeln, einfach nur dieses sanfte Getragenwerden. Ich lachte laut auf, konnte gar nicht anders.

Was der Flug über der Hochries mit meinem Fernweh machte

Wir stiegen weiter, die Thermik trug uns mühelos höher, bis wir auf etwa 1.569 Metern die volle Aussicht genießen konnten. Unter uns breitete sich die Region wie eine Landkarte aus: der Chiemsee mit seinen Inseln, die Dächer von Bergen und Prien, die schroffen Felsen der Kampenwand, die im Sommerlicht fast golden schimmerten. Mein Pilot zeigte mit dem Finger nach Süden, wo sich das Kaisergebirge in der diesigen Sommerluft abzeichnete – Konturen, die ich sonst nur aus Reisekatalogen kannte.
Genau dieses Gefühl hatte ich gesucht, seit ich am Ufer des Sees gesessen und den fremden Schirm beobachtet hatte. Dieses Fernweh, das einen manchmal packt, wenn man denkt, das echte Leben passiert immer woanders – für diese zwanzig Minuten war es vollkommen gestillt. Ich war mittendrin, nicht Zuschauer, sondern Teil dieser Weite. Der Wind strich mir übers Gesicht, angenehm kühl trotz der sommerlichen Temperaturen am Boden, und ich hörte nur das leise Rauschen des Schirms über uns und ab und zu die Stimme meines Piloten, der auf einen Bussard hinwies, der neben uns seine Kreise zog.
Die Landung kam dann fast zu schnell. Wir setzten sanft auf einer Wiese auf, meine Beine fühlten sich kurz wackelig an, aber mein Kopf war klar wie lange nicht mehr.

Das bleibt vom Flug – und vom Fernweh, das mich hierher trieb

Was mir am meisten geblieben ist, war nicht die Aussicht allein – die war natürlich beeindruckend, keine Frage. Es war vielmehr dieses Gefühl, dass ich einer spontanen Eingebung gefolgt bin, ohne groß zu planen. Vom Anblick eines fremden Gleitschirms am Himmel über dem Chiemsee bis zur eigenen Landung auf der Wiese unterhalb der Hochries vergingen keine 48 Stunden. So schnell kann sich Fernweh manchmal in echtes Erleben verwandeln, wenn man einfach das Handy zückt und zugreift.
Ich bin am Abend noch lange am See sitzen geblieben, habe auf das Wasser geschaut und mir vorgestellt, wie ich vor ein paar Stunden genau dort oben über der Kampenwand geschwebt bin. Die Region rund um Chiemsee und Hochries hat mich mehr überrascht, als ich gedacht hätte – nicht nur wegen der Landschaft, sondern wegen dieser Leichtigkeit, mit der man hier offenbar fliegen kann, wenn man nur mutig genug ist zu fragen.
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Hinweis: Dieses Bild und dieser Text wurden mit Künstlicher Intelligenz (KI) generiert.
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