Tandemflug Oberammergau: Mein Urlaub am Laber - Paragliding

Tandemflug Oberammergau: Nicole (26) erlebt ihren Urlaub am Laber mit Gleitschirmfliegen über die Ammergauer Alpen. Authentischer Bericht über Paragliding in Bayern – jetzt buchen!

Tandemflug Oberammergau - der Laber

Tandemflug Oberammergau: Mein Urlaub am Laber

Ich hatte mir für diese Woche nichts vorgenommen. Wirklich nichts. Nach Monaten, in denen bei mir alles nach Plan lief und getaktet war, wollte ich einfach ein paar Tage nur für mich. Salzburg ist nicht weit von Oberammergau, und trotzdem war ich noch nie dort gewesen. Also packte ich meinen kleinen Rucksack, buchte ein Zimmer und fuhr los, ohne To-do-Liste im Kopf.
Am zweiten Tag saß ich vormittags auf einer Bank am Ortsrand und trank Kaffee aus dem Pappbecher. Über mir zogen die typischen bemalten Häuser von Oberammergau ihre Fassaden in den Himmel, diese Lüftlmalerei, für die der Ort berühmt ist. Ich schaute nach oben, weil mich die Sonne blendete, und da sah ich ihn: einen bunten Gleitschirm, der langsam über dem Bergkamm kreiste. Ganz ruhig, fast lautlos. Ich blieb mit dem Blick hängen und dachte nur: Das will ich auch.

Wie ich zu meinem Tandemflug kam

Ich zückte mein Smartphone und tippte irgendwas ein wie „Gleitschirm fliegen Oberammergau". Zwischen den Suchergebnissen landete ich ziemlich schnell auf einer Seite, die genau das anbot, was ich gerade am Himmel gesehen hatte. Ich klickte mich durch, las ein paar Zeilen über den Laber, über die Aussicht, und irgendwie war die Entscheidung schon gefallen, bevor ich sie bewusst getroffen hatte. Ich habe den Flug direkt auf /fluggebiete/de/bayern/oberammergau/laber gebucht – vom Handy aus, mit klammen Fingern, weil ich Angst hatte, es mir sonst wieder auszureden.
Kurz überlegte ich noch, ob ich das wirklich allein durchziehen sollte. Aber genau das war ja der Punkt an diesem Urlaub: Ich musste niemanden fragen, mich mit niemandem abstimmen. Ich buchte für mich. Nur für mich.
Am Nachmittag traf ich meinen Piloten am Treffpunkt. Er war entspannt, hatte diese ruhige Art von jemandem, der das schon tausendmal gemacht hat, und nahm mir sofort die Nervosität. Wir wogen kurz das Gepäck und mich – die Grenze für Passagiere liegt bei hundert Kilo, das war bei mir kein Thema. Dann ging es mit der Laber-Bahn hinauf. Je höher wir kamen, desto kleiner wurde Oberammergau unter uns, und ich merkte, wie mein Puls stieg.

Der Start und der Flug über die Ammergauer Alpen

Oben am Startplatz breitete mein Pilot den Schirm aus. Er erklärte mir in ruhigen Worten, was gleich passiert: ein paar entschlossene Schritte bergab, nicht stehenbleiben, nicht setzen, einfach laufen. Klingt simpel, fühlt sich aber komisch an, wenn vor einem der Hang steil abfällt und dahinter nur noch Luft kommt.
Dann sagte er „Los!" und ich lief. Drei, vier Schritte, der Schirm zog nach oben, und plötzlich trat mein Fuß ins Leere – und trug trotzdem. Der Boden kippte weg unter mir, und ich hing einfach da, in meinem Gurtzeug, mit baumelnden Beinen über den Ammergauer Alpen. Ich habe kurz laut gelacht, so aus Überraschung, weil es überhaupt nicht so beängstigend war, wie ich befürchtet hatte. Es war ruhig. Der Wind rauschte leise, sonst nichts.
Vom Laber aus öffnete sich die ganze Landschaft. Mein Pilot zeigte mir die Gipfelkette ringsum, drehte ein paar sanfte Kurven in einen Aufwind, sodass wir noch ein Stück höher stiegen. Weit hinten konnte ich sogar das König-Ludwig-Schloss erahnen, das durch die klare Luft wie hingemalt in der Ferne lag. Ich versuchte, mir alles zu merken – die Farben der Wälder, die winzigen Dächer von Oberammergau, den See, der in der Sonne blitzte. Aber irgendwann hörte ich auf zu denken und schaute einfach nur.
Was mich am meisten überraschte: wie leicht sich alles anfühlte. Ich hatte gedacht, mein Magen würde sich melden, dass mir mulmig würde. Stattdessen war da eine seltsame Ruhe. Als würde da oben all der Druck der letzten Monate einfach abfallen. Ich hing frei in der Luft und musste nichts, außer atmen und schauen.

Was mir dieser Flug für den ganzen Urlaub gab

Die Landung kam schneller, als mir lieb war. Mein Pilot kündigte sie rechtzeitig an, ich sollte die Beine ausstrecken, und dann setzten wir ganz weich auf der Wiese auf – ein paar laufende Schritte, und ich stand wieder auf festem Boden. Ich blieb kurz stehen und musste mich sammeln. Meine Knie waren ein bisschen weich, aber ich grinste wie ein kleines Kind.
Danach lief ich noch stundenlang durch Oberammergau, schaute mir die bemalten Häuser genauer an, setzte mich in ein Café und ließ den Flug in Gedanken noch einmal ablaufen. Der Ort selbst ist wunderschön, mit seinen Traditionen und der berühmten Passionsspiel-Geschichte, und ich verstand plötzlich, warum so viele Menschen hierherkommen. Aber für mich war es der Blick von oben, der diesen Urlaub zu etwas Besonderem gemacht hat.
Wenn du mich fragst, ob man so etwas allein machen sollte – unbedingt. Ich hatte niemanden dabei, mit dem ich die Aufregung teilen konnte, und trotzdem, oder gerade deshalb, gehörte dieser Moment ganz mir. Ich habe mich getraut, spontan zu sein, nur weil ich einen bunten Schirm am Himmel gesehen habe.
Falls du auch in der Gegend bist und den Blick über die Berge wagen willst: Der Start am [Oberammergau](https://tandem-paragliding.center/fluggebiete/de/bayern/oberammergau/laber) am Laber ist wirklich unkompliziert, und die Aussicht auf die Ammergauer Alpen und das ferne Schloss habe ich immer noch vor Augen. Ich fahre bestimmt wieder hin. Nächstes Mal vielleicht schon mit dem Wissen, wie sich der erste Schritt ins Leere anfühlt – und dass er sich lohnt.
Up Next →
Tandemflug Innsbruck: Guide für Paragliding über der Nordkette
Tandemflug Innsbruck: Alle Infos zu Startplatz, Ablauf, Preisen & bester Jahresz...