Tandemflug Söll: Anna erlebt Thermikfliegen im Herbst
Tandemflug Söll: Anna (47) testet Thermikfliegen über der Hohen Salve im Herbst – authentischer Erfahrungsbericht zu Gleitschirm, Aufwind & Paragliding.

Tandemflug Söll: Anna entdeckt Thermikfliegen im Herbst
Es war einer dieser klaren Septembertage, an denen die Luft schon nach Herbst riecht, aber die Sonne noch genug Kraft hat, um die Hänge rund um Söll zu erwärmen. Ich war allein unterwegs, hatte mir eine kurze Auszeit von Salzburg gegönnt, weil mich die Hohe Salve schon lange gereizt hatte. Auf der Fahrt über die Autobahn bei Kufstein sah ich plötzlich drei, vier Gleitschirme hoch über dem Kaisergebirge kreisen. Sie zogen enge Spiralen, stiegen scheinbar ohne Anstrengung höher und höher, während ich am Steuer saß und nur staunen konnte. Ich dachte mir: Das will ich auch. Nicht nur zuschauen, sondern selbst da oben sein, in dieser unsichtbaren Kraft, die die Schirme trägt.
Abends im Hotelzimmer in Söll googelte ich nach "Tandemflug Söll Thermik" und landete ziemlich schnell auf tandem-paragliding.center. Die Seite erklärte ruhig und sachlich, wie ein Tandemflug in der Region abläuft, was Thermikfliegen bedeutet und dass man dafür keine Vorkenntnisse braucht. Ich las mich durch die Flugerlebnisse, spürte, wie mein Puls ein wenig schneller wurde, und buchte direkt am Smartphone für den nächsten Nachmittag – ohne lange zu überlegen, ohne jemanden um Rat zu fragen. Nur ich und diese Entscheidung. Das war genau richtig so.
Der Moment vor dem Tandemflug
Am nächsten Tag stand ich um kurz nach Mittag am Treffpunkt nahe der Talstation. Der Himmel war fast wolkenlos, nur über dem Wilden Kaiser hingen ein paar flache Quellwolken – ein gutes Zeichen, wie mir der Pilot später erklärte. Die Herbstsonne stand nicht mehr so steil wie im Juli, aber sie heizte die Wiesen und Felsbänder noch ausreichend auf, um aufsteigende Luftpakete zu erzeugen. Ich trug eine leichte Softshelljacke über einem Langarmshirt, feste Schuhe und eine dünne Mütze im Rucksack, weil es oben am Start trotz Sonne frisch sein würde.
Der Pilot, ein ruhiger Tiroler, ging mit mir die Ausrüstung durch. Ich stieg auf die Waage – 64 Kilogramm, kein Problem. Er sagte, das Maximalgewicht für Tandempassagiere liege bei 100 Kilogramm, und ich sei damit gut dabei. Dann kam die Einweisung: wie ich im Gurtzeug sitze, wo ich mich festhalte, wie der Start abläuft. Ich war aufgeregt, aber nicht ängstlich. Es fühlte sich eher nach Vorfreude an, nach diesem Kribbeln, das man kurz vor etwas Großem hat. Der Blick ging hinüber zur Hohen Salve, deren Gipfel sich über der Baumgrenze abzeichnete, und ich konnte schon die Startwiese erkennen, auf der winzige Punkte – andere Gleitschirme – aufstiegen.
Als der Flug in die Thermik ging
Dann ging alles schnell. Ein paar Schritte den Hang hinunter, der Schirm füllte sich über uns, und plötzlich war der Boden weg. Es war kein Ruck, kein freier Fall, sondern ein sanftes Abheben, als hätte uns jemand an einer unsichtbaren Schnur nach oben gezogen. Der Wind strich kalt um meine Wangen, aber die Sonne wärmte mein Gesicht. Unter mir breitete sich das herbstliche Söll aus: Wälder, die schon erste gelbe und rötliche Flecken zeigten, Wiesen mit frisch gemähtem Gras, und dahinter die schroffen Wände des Wilden Kaisers.
Der Pilot steuerte den Schirm in eine weite Linkskurve, dann in eine engere. Ich spürte, wie es unter uns zu arbeiten begann – als würde der Schirm auf einer unsichtbaren Welle reiten. "Das ist die Thermik", sagte er durch das Funkgerät. "Jetzt steigen wir." Und tatsächlich: Das Variometer piepste immer schneller, die Nadel kletterte, und der Boden wich weiter zurück. Wir kreisten in einer Spirale, die mich an die Gleitschirme erinnerte, die ich am Vortag von der Autobahn aus gesehen hatte. Ich konnte kaum fassen, dass ich jetzt genau das machte: Thermikfliegen, dieses stille, geduldige Aufsteigen in der warmen Luft, die von den Hängen der Hohen Salve aufstieg.
Wir gewannen rasch an Höhe, überquerten eine kleine Felsnase und hatten plötzlich einen Blick bis zum Chiemsee und tief in die Alpen hinein. Die Luft war klar wie selten – typisch für den Herbst, wenn die feuchte Sommerluft weg ist und man meilenweit sehen kann. Der Pilot zeigte mir die Gipfel: Hohe Salve, das Kaisergebirge, die Loferer Steinberge. Es war, als hinge die Welt unter uns wie eine riesige Landkarte, und ich mittendrin, nur getragen von Stoff und Leinen.
Was mir vom Flug am meisten blieb
Nach etwa zwanzig Minuten leitete der Pilot die Landung ein. Wir flogen aus der Thermik heraus, der Schirm beruhigte sich, und wir sanken langsam Richtung Landewiese. Die letzten Meter fühlten sich an wie ein langes, weiches Ausgleiten, bis meine Füße den Boden berührten und ich ein paar Schritte mitlief. Ich blieb einfach stehen, atmete tief durch und merkte, dass ich breit lächelte.
Was mir am meisten blieb, war nicht der Adrenalinkick beim Start – den gab es kaum –, sondern diese Stille da oben zwischen den Thermikbärten. Dieses ruhige, fast meditative Kreisen, bei dem man die Welt von außen betrachtet und sich gleichzeitig winzig und unendlich frei fühlt. Ich habe beim Flug kein einziges Foto gemacht, obwohl ich mein Handy in der Jackentasche hatte. Es hätte den Moment nur kaputt gemacht.
Zurück in Salzburg habe ich abends lange auf die Lichter der Stadt geschaut und an die Hohe Salve gedacht. Der Herbst ist für mich jetzt nicht mehr nur die Zeit der fallenden Blätter und kürzeren Tage, sondern die Jahreszeit, in der ich zum ersten Mal verstanden habe, wie es sich anfühlt, in der Thermik zu steigen. Wer noch nie einen Tandemflug in Söll gemacht hat, dem kann ich nur raten: Schau nicht nur zu, wenn die Schirme am Himmel kreisen. Buch es einfach.
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Hinweis: Dieses Bild und dieser Text wurden mit Künstlicher Intelligenz (KI) generiert.