Tandemflug Söll: Stefans Rundumblick am Kaisergebirge

Tandemflug Söll: Stefan (31) erlebt Rundumblick am Kaisergebirge. Authentischer Erfahrungsbericht über Paragliding Söll und die Hohe Salve – jetzt Tandemflug buchen.

Tandemflug Söll - Hohe Salve

Tandemflug Söll: Stefans Rundumblick am Kaisergebirge

Ich heiße Stefan, bin 31 und komme aus Hamburg. Wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, dass ich an einem ganz normalen Samstagvormittag spontan einen Tandemflug bei [Söll](https://tandem-paragliding.center/fluggebiete/at/tirol/soell/hohe-salve) in Tirol buche, hätte ich vermutlich gelacht. Ich war eigentlich nur für ein verlängertes Wochenende in den Bergen, um den Kopf freizubekommen. Mehr nicht. Und dann kam dieser eine Moment, der das ganze Wochenende auf den Kopf gestellt hat.

Wie der Rundumblick mein Wochenende verändert hat

Ich saß auf der Terrasse meines Hotels in Söll, Kaffee in der Hand, Blick auf die Berge. Über mir kreiste ein bunter Gleitschirm. Erst einer, dann noch einer. Ich habe wirklich minutenlang nur dagestanden und hochgeschaut. Diese Ruhe, mit der die da oben unterwegs waren, hat mich irgendwie eingefangen. Ich hab mein Smartphone rausgeholt, "Tandemflug Söll Hohe Salve" gegoogelt und bin auf tandem-paragliding.center gelandet. Zehn Minuten später hatte ich den Flug auf /fluggebiete/at/tirol/soell/hohe-salve gebucht – noch im Bademantel, ehrlich gesagt. Ich glaube, wenn ich länger darüber nachgedacht hätte, hätte ich es nicht gemacht. So aber war es plötzlich Realität.
Vorher hatte ich tausend Fragen im Kopf. Wie schwer darf ich sein? (Maximalgewicht 100 kg – passt bei mir.) Was zieh ich an? Was, wenn mir schlecht wird? Ich hab kurz hin- und hergeschrieben, alles wurde mir sachlich und ruhig erklärt, und das hat schon mal die halbe Anspannung rausgenommen.

Mit der Gondel hoch zum Panorama-Rundumblick

Treffpunkt war an der Bergbahn. Mein Pilot – ein entspannter Typ, der direkt gemerkt hat, dass ich nervös war – hat mich erstmal in Ruhe begrüßt, mir den Gurt erklärt und gesagt: "Stefan, du musst gar nichts machen. Du läufst los, wenn ich sage los, und dann setzt du dich einfach hin." Klang machbar.
Mit der Gondel ging es auf die Hohe Salve. Schon die Fahrt war ein Erlebnis für sich. Söll wurde immer kleiner, die Wiesen leuchteten in diesem satten Grün, und auf der anderen Seite des Tals tauchte langsam das Kaisergebirge auf. Diese gezackten, fast schon dramatischen Felsen vom Wilden Kaiser – ich hatte sowas vorher nur auf Postkarten gesehen. Oben angekommen, auf dem Gipfel der Hohen Salve, war ich erstmal sprachlos. Es heißt nicht umsonst, dass man von dort einen der schönsten Rundumblicke Tirols hat. Über 70 Dreitausender soll man sehen können. Ich hab nicht gezählt, aber es war definitiv viel.
Mein Pilot hat den Schirm ausgelegt, alles geprüft, mich angegurtet. Er hat mir Schritt für Schritt erklärt, was gleich passiert. Wind kam von vorn, perfekte Bedingungen, sagte er. Ich nickte und dachte: Jetzt gibt's kein Zurück mehr.

Als der Tandemflug-Rundumblick begann

"Drei, zwei, eins – lauf!" Ich bin losgerannt, der Schirm hat sich über uns gefüllt, ich habe noch zwei, drei Schritte gemacht, und plötzlich war der Boden weg. Einfach so. Keine Erschütterung, kein Sprung, nichts – wir sind nicht abgehoben, wir sind weggetragen worden. Das ist der ehrlichste Vergleich, der mir einfällt.
Die ersten Sekunden war ich noch angespannt, hab mich am Gurt festgehalten, obwohl ich mich gar nicht festhalten musste. Aber dann sagte mein Pilot ganz ruhig: "Setz dich richtig hin, lehn dich an, und jetzt schau dich um." Und das war der Moment. Der Rundumblick, von dem ich vorher gelesen hatte, war auf einmal kein Marketingsatz mehr, sondern echt. Links das Kaisergebirge, schroff und mächtig. Vor uns das ganze Brixental, eine Patchwork-Decke aus Wiesen, Wäldern und kleinen Dörfern. Rechts die sanfteren Hügel der Wilde Kaiser Arena. Unter uns Kühe, die wie Spielzeug aussahen, und ich hab tatsächlich die Glocken bis nach oben gehört. Das hätte ich nicht erwartet.
Wir sind ein paar Mal in der Thermik aufgestiegen – mein Pilot hat das so unaufgeregt erklärt, als würde er Auto fahren. Ich hab gemerkt, wie meine Schultern langsam runtergingen. Irgendwann hab ich nicht mehr nachgedacht. Ich hab einfach geschaut. Fotos hab ich auch gemacht, aber ehrlich: die fangen das nicht ein. Diese Stille da oben, nur das leise Rauschen vom Schirm, das ist nichts, was eine Kamera mitnehmen kann.
Nach etwa 20 Minuten hat mein Pilot gefragt, ob ich noch eine kleine Kurve fliegen will. Ich hab ja gesagt – obwohl ich kurz davor noch dachte, dass mir bei sowas schlecht wird. Wurde es nicht. Es hat sich nicht wie Achterbahn angefühlt, eher wie ein langer, weiter Bogen. Cool, aber kontrolliert.

Was vom Flug mit Rundumblick geblieben ist

Die Landung war fast schon zu früh. Wir sind sanft im Tal aufgesetzt, ich bin ein paar Schritte gelaufen, und dann stand ich wieder auf festem Boden. Mein Pilot hat gegrinst und gesagt: "Na, war doch nicht so schlimm, oder?" Ich konnte nichts antworten, ich hab nur dagestanden und gegrinst zurück.
Was bleibt? Ehrlich gesagt nicht die spektakulären Momente. Sondern die ruhigen. Wie ich da oben hing, allein mit meinen Gedanken und diesem 360-Grad-Bild um mich herum. Ich hab in den 20 Minuten Flugzeit mehr Kopf-frei-Zeit gehabt als in den drei Wochen davor am Schreibtisch.
Wenn ihr in der Region seid, in Söll, am Wilden Kaiser, irgendwo da oben: macht das. Nicht weil es auf irgendeiner Bucket List stehen muss, sondern weil dieser Rundumblick wirklich anders ist, wenn man nicht von einer Aussichtsplattform draufschaut, sondern mittendrin hängt. Ich komme wieder. Nächstes Mal vielleicht nicht mehr ganz so spontan – aber definitiv wieder.
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