Tandemflug Tegernsee: Sophies Foto-Abenteuer am Wallberg
Sophie (31) beim Tandemflug Tegernsee am Wallberg: Ein persönlicher Erfahrungsbericht mit spektakulärem Foto vom Gleitschirmfliegen über dem See. Jetzt buchen!

Tandemflug Tegernsee: Sophies Foto-Geschichte am Wallberg
Ich sitze auf einer Bank am Ufer, ein Kaffee in der Hand, und beobachte, wie oben am Wallberg ein bunter Gleitschirm seine Kreise zieht. Die Farben leuchten so kräftig gegen den Himmel, dass ich mein Handy zücke und ein Foto mache, bevor ich überhaupt weiß, warum. Ich bin an diesem Nachmittag allein am Tegernsee unterwegs, ohne Plan, nur mit der Absicht, ein paar Tage aus meinem Alltag in Salzburg herauszukommen. Und dann taucht dieser Schirm auf, dreht seine Bahnen über dem See, und ich merke, wie sehr mich das Bild in den Bann zieht.
Ich zoome noch einmal ran, mache ein zweites Foto, und irgendwann tippe ich einfach "Tandemflug Tegernsee" in die Suchleiste. Auf dem Bänkchen, mit dem Blick immer noch nach oben gerichtet, lande ich auf der Seite von tandem-paragliding.center. Die Fotos dort zeigen genau diese Perspektive, die ich gerade von unten bewundert habe, nur eben andersherum: der See als kleine blaue Fläche, die Berge als Kulisse. Ich lese mir die Beschreibung zum Fluggebiet Tegernsee durch, sehe die Termine, und noch bevor mein Kaffee kalt wird, habe ich den Flug auf /fluggebiete/de/bayern/rottach-egern/tegernsee-am-wallberg gebucht. Kein Nachdenken, kein Zögern – einfach machen, dachte ich mir.
Der Moment vor meinem Tandemflug Tegernsee
Am nächsten Morgen stehe ich an der Talstation der Wallbergbahn, ein bisschen nervös, aber vor allem neugierig. Mein Pilot, ein ruhiger Typ mit trockenem Humor, begrüßt mich und fragt gleich zu Beginn nach meinem Gewicht – für den Tandemflug darf man höchstens 100 Kilogramm wiegen, das hatte ich vorher schon gelesen, aber es überrascht mich trotzdem, wie selbstverständlich er das anspricht. Ich passe locker rein, und schon geht es an die Ausrüstung: Gurtzeug anlegen, Helm aufsetzen, die üblichen Handgriffe, die er mit einer Gelassenheit erledigt, die auf mich abfärbt.
Oben am Startplatz, auf über 1700 Metern, breitet sich das Mangfallgebirge vor mir aus, und tief unten liegt der Tegernsee wie hingelegt in seine grüne Umgebung. Ich hatte mir vorgestellt, dass der Start das Schwierigste wird, aber mein Pilot erklärt in wenigen Sätzen, was ich zu tun habe: laufen, laufen, laufen, bis der Boden einfach nicht mehr da ist. Der Wind steht günstig, ein leichter Aufwind streicht den Hang hinauf, der Gleitschirm über uns füllt sich mit einem satten Rauschen, und dann laufe ich los.
Als der Tandemflug über dem Wallberg startete
Die ersten Schritte sind schwer, das Gurtzeug zieht, der Schirm zerrt – und dann, urplötzlich, trägt nichts mehr unter meinen Füßen. Der Boden fällt weg, so schnell, dass mein Magen einen kleinen Sprung macht, aber die Angst verwandelt sich sofort in etwas anderes, in ein Grinsen, das ich nicht mehr aus dem Gesicht bekomme. Wir gleiten hinaus über den Hang, der Wallberg fällt unter uns zurück, und der Tegernsee öffnet sich als glitzerndes Band zwischen den Bergen.
Mein Pilot lenkt uns in einen Aufwind, der uns sanft höherträgt, und für einen Moment kreisen wir wie der Schirm, den ich am Vortag fotografiert habe. Ich merke, wie ich automatisch zum Handy greife, das an meinem Gurtzeug befestigt ist, und Fotos mache – vom See, von den Wäldern, von meinen eigenen Füßen, die im Nichts baumeln. Jedes Bild wirkt anders als die, die ich sonst mache, weil die Perspektive so ungewohnt ist: kein Vordergrund, keine Straße, nur Landschaft, die sich in alle Richtungen ausbreitet.
Wir fliegen an der Kuppe entlang, drehen eine weite Schleife über dem Tal, und mein Pilot erzählt mir nebenbei, wo unten die Wanderwege verlaufen und welche Gipfel wir gerade sehen. Ich höre nur halb zu, weil meine Augen ständig zwischen der Landschaft und dem Display meines Handys hin- und herspringen. Irgendwann höre ich auf zu fotografieren und lasse das Handy einfach hängen. Manche Momente will man nicht durch ein Display sehen, sondern nur mit offenen Augen.
Die Landung kommt schneller als gedacht. Wir sinken über den letzten Wiesen ab, mein Pilot gibt mir kurze Anweisungen, ich laufe die letzten Meter mit, und dann stehe ich wieder fest auf dem Boden, während der Schirm hinter uns sanft zu Boden sinkt. Meine Beine fühlen sich seltsam leicht an, so als hätten sie das Fliegen noch nicht ganz verarbeitet.
Was dieser Tandemflug am Tegernsee mir zeigte
Auf dem Rückweg zum Auto schaue ich mir die Fotos noch einmal an, die während des Fluges entstanden sind. Manche sind verwackelt, manche zu schräg, aber ein paar zeigen genau das, was ich gesucht hatte: den See von oben, klein und ruhig, umrahmt von den Bergen des Mangfallgebirges. Ich verstehe jetzt, warum der Pilot, den ich am Vortag beobachtet hatte, so entspannt seine Kreise gezogen hat – von oben sieht alles anders aus, weniger hektisch, mehr im Zusammenhang.
Bevor ich zurück nach Salzburg fahre, mache ich noch einen Abstecher zum Tegernsee selbst, laufe am Ufer entlang und schaue immer wieder nach oben, ob nicht schon der nächste Schirm seine Bahnen zieht. Ich habe kein episches Fazit parat, keinen großen Satz, der alles zusammenfasst. Nur das Gefühl, dass ein einziges Foto vom Himmel gereicht hat, um mich für ein paar Stunden selbst dort oben zu wissen, wo vorher nur ein bunter Punkt zu sehen war.