Tandemflug Werfenweng: Umweltfreundliches Gleitschirm-Erlebnis

Erlebe umweltfreundliches Tandemfliegen in Werfenweng – lautlos, nachhaltig und mit atemberaubendem Blick aufs Tennengebirge. Jetzt buchen!

Tandemflug Werfenweng - die Bischlinghöhe

Grüner Himmel über dem Tennengebirge

Eigentlich war ich nur zum Wandern nach Werfenweng gekommen. Als Münchner brauche ich manchmal einfach diese Auszeit in den Bergen, weg vom Stadtlärm und der schlechten Luft. Die Bischlinghöhe hatte ich mir als Tagesziel ausgesucht, weil ich gelesen hatte, dass dort oben die Aussicht auf das Tennengebirge besonders beeindruckend sein soll.
Auf dem Weg nach oben sah ich sie dann: bunte Schirme, die wie riesige Schmetterlinge über den Berggipfeln schwebten. Gleitschirmflieger, die völlig lautlos durch die Luft glitten. Ich blieb stehen und schaute minutenlang nach oben. Wie friedlich das aussah, wie leicht. Kein Motor, kein Lärm, nur der Wind und die Thermik. Das war genau das, was ich suchte – eine umweltfreundliche Art, die Berge zu erleben.
Noch während ich dort stand, holte ich mein Smartphone raus und googelte "Tandemflug Werfenweng". Die erste Seite, die auftauchte, war tandem-paragliding.center. Ich scrollte durch die Bilder, las die Beschreibungen und war sofort begeistert. Ohne lange zu überlegen hatte ich den Flug auf /fluggebiete/at/salzburg/werfenweng/bischlinghoehe-in-werfenweng gebucht. Morgen früh sollte es losgehen.
Die Nacht konnte ich kaum schlafen. Nicht aus Angst, sondern aus Vorfreude. Ich hatte noch nie einen Gleitschirmflug gemacht, aber die Idee, ohne Motor und nur mit der Kraft der Natur zu fliegen, faszinierte mich total. Als Umwelttechnik-Student beschäftige ich mich täglich mit nachhaltigen Technologien, aber hier ging es um etwas viel Einfacheres: die pure Nutzung von Wind und Thermik.
Am nächsten Morgen traf ich meinen Tandempiloten Klaus am vereinbarten Treffpunkt. Ein ruhiger Typ, der sofort mein Vertrauen gewann. Er erklärte mir, dass Gleitschirmfliegen eine der umweltschonendsten Arten sei, die Berge von oben zu erleben. "Wir hinterlassen keine Spuren, keinen Lärm, keine Abgase", sagte er, während er die Ausrüstung vorbereitete. "Nur unsere Fußabdrücke im Gras beim Start."
Die Fahrt zur Startwiese war kurz. Klaus erzählte mir von den Steinadlern, die hier im Tennengebirge leben, und dass wir vielleicht das Glück haben könnten, einen zu sehen. "Die nutzen genau dieselben Aufwinde wie wir", erklärte er. "Wir sind quasi zu Gast in ihrem Luftraum."
Oben angekommen, breitete Klaus den Schirm aus. Das leuchtende Gelb und Orange des Stoffes bildete einen krassen Kontrast zum satten Grün der Almwiese. Er half mir in das Gurtzeug, erklärte die wenigen Handgriffe, die ich beachten musste. "Beim Start einfach ein paar Schritte mitlaufen, dann trägt uns der Wind."
Mein Herz klopfte schneller, als wir uns bereit machten. Klaus zählte runter, und dann liefen wir los. Nach vielleicht fünf Schritten spürte ich, wie meine Füße den Boden verließen. Wir waren in der Luft! Der Übergang war so sanft, so natürlich, dass ich erst nach ein paar Sekunden realisierte, dass wir wirklich flogen.
Die Stille war das Erste, was mich überwältigte. Kein Motorengeräusch, nur das leise Rauschen des Windes und das gelegentliche Knistern des Stoffes über uns. Unter mir breitete sich das Salzburger Land aus wie eine riesige Landkarte. Die schroffen Kalkwände des Tennengebirges ragten majestätisch in den Himmel, während im Tal die kleinen Häuser von Werfenweng wie Spielzeug aussahen.
Klaus steuerte uns in einen Aufwind, und plötzlich stiegen wir höher und höher. "Das ist reine Sonnenenergie", erklärte er. "Die Sonne erwärmt den Boden, warme Luft steigt auf, und wir nutzen diese Thermik zum Steigen." Ich war begeistert von dieser simplen Physik, die uns erlaubte, wie Vögel durch die Luft zu gleiten.
Tatsächlich sahen wir nach etwa zehn Minuten einen Steinadler, der in weiten Kreisen unter uns seine Bahnen zog. "Der macht genau das Gleiche wie wir", sagte Klaus. "Energiesparendes Fliegen, seit Millionen von Jahren perfektioniert." Es war ein magischer Moment, dort oben in derselben Luftschicht wie dieser prächtige Vogel zu schweben.
Die Perspektive von oben zeigte mir auch, wie klein der menschliche Fußabdruck hier noch war. Keine großen Straßen, keine Industriegebiete, nur vereinzelte Bauernhöfe und Wanderwege, die sich durch die Landschaft schlängelten. Die Natur dominierte alles, und wir waren nur stille Beobachter.
Klaus zeigte mir die verschiedenen Gesteinsschichten des Tennengebirges, erzählte von der Entstehung dieser Landschaft über Millionen von Jahren. "Wenn man hier oben ist, bekommt man ein ganz anderes Zeitgefühl", meinte er. Und er hatte recht. Die Hektik meines Alltags in München schien Lichtjahre entfernt.
Nach etwa zwanzig Minuten in der Luft begann Klaus mit dem Landeanflug. Sanfte Kurven brachten uns langsam tiefer. Ich konnte einzelne Wanderer auf den Wegen erkennen, Kühe auf den Almen, sogar ein Reh, das am Waldrand äste. Die Landung selbst war erstaunlich weich. Ein paar Schritte, und wir standen wieder auf festem Boden.
Während Klaus den Schirm zusammenpackte, stand ich noch eine Weile da und schaute nach oben. Andere Gleitschirme zogen ihre Kreise, lautlos und elegant. Mir wurde klar, dass ich gerade die perfekte Art des Fliegens erlebt hatte – keine Emissionen, kein Lärm, keine Umweltbelastung. Nur ich, der Wind und die Berge.
Auf der Rückfahrt ins Tal sprachen wir noch über die Zukunft des umweltfreundlichen Tourismus. Klaus erzählte, dass immer mehr Menschen bewusst nach solchen naturnahen Erlebnissen suchen. "Die Leute wollen nicht mehr nur konsumieren", sagte er. "Sie wollen die Natur erleben, ohne ihr zu schaden."
Zurück in meiner Pension saß ich noch lange auf dem Balkon und ließ den Tag Revue passieren. Der Flug hatte mir gezeigt, dass man keine lauten Maschinen braucht, um die Welt von oben zu sehen. Die eleganteste Lösung ist oft die einfachste – sich von der Natur tragen zu lassen, so wie es die Vögel seit jeher tun.
Ich werde definitiv wiederkommen. Nicht nur wegen des Fliegens, sondern weil ich hier in Werfenweng eine Form des Tourismus gefunden habe, die zu meinen Werten passt. Keine überfüllten Skipisten, keine Seilbahnen, die die Bergwelt verschandeln. Nur ein Stück Stoff, etwas Wind und die Freiheit, für eine Weile Teil des Himmels zu sein.
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