Tandemflug Engelberg: Sophies Video-Erlebnis am Gleitschirm

Tandemflug Engelberg mit Video: Sophie (36) berichtet authentisch über ihren Gleitschirmflug von der Fürenalp. Jetzt Paragliding Engelberg buchen!

Tandemflug Engelberg - der Engelberg

Tandemflug Engelberg: Sophies Video-Erlebnis am Gleitschirm

Ich heiße Sophie, bin 36 und lebe in München. Eigentlich war ich nur für ein langes Wochenende in die Schweiz gefahren, um mal rauszukommen, durchzuatmen, ein paar Tage nichts zu müssen. Dass ich am Ende mit einem Gleitschirm über den Bergen schweben würde, stand definitiv nicht auf meiner Liste.
Angefangen hat alles auf einer Wiese am Ortsrand. Ich saß mit einem Kaffee auf einer Bank, schaute in den Himmel und plötzlich segelte da dieser bunte Schirm über mir vorbei. So langsam, so ruhig, dass ich erst dachte, ich bilde mir das ein. Ich habe das Smartphone gezückt und ein kurzes Video gemacht. Während ich das Video noch einmal abspielte, fragte ich mich: Wer macht das? Wo starten die? Und vor allem – kann man da mitfliegen?

Wie ich über ein Video zum Tandemflug kam

Ich habe direkt auf der Bank zu googeln angefangen. "Tandem Paragliding Engelberg" reichte schon, und ich landete auf einer Seite, die mir gleich vertraut wirkte. Übersichtlich, ehrlich, keine schreienden Werbebanner. Ich klickte mich durch die Beschreibung des Fluggebiets, schaute mir die Bilder an, las von der Fürenalp, von der Aussicht über den Vierwaldstättersee und die Zentralschweiz. Und dann habe ich tatsächlich mitten auf dieser Parkbank, mit dem Kaffee neben mir, den Flug auf [/fluggebiete/ch/obwalden/engelberg/fuerenalp-bei-obwalden-und-engelberg](https://tandem-paragliding.center/fluggebiete/ch/obwalden/engelberg/fuerenalp-bei-obwalden-und-engelberg) gebucht. Einfach so. Per Smartphone. Innerhalb von vielleicht zehn Minuten.
Ich glaube, hätte ich länger nachgedacht, hätte ich es nicht gemacht. Aber dieses Video, das ich kurz vorher gefilmt hatte, gab mir komischerweise das Gefühl, dass das schon irgendwie passt. Wenn die da oben so entspannt aussehen, kann es ja so wild nicht sein.
Am nächsten Morgen war ich trotzdem aufgeregt. Ich hatte mir nochmal die Hinweise durchgelesen – festes Schuhwerk, lange Hose, das Maximalgewicht von 100 Kilogramm für Passagiere, alles Dinge, die mich beruhigten, weil sie klar geregelt waren. Ich nahm die Bahn hoch Richtung Fürenalp. Schon die Fahrt war beeindruckend: Wände aus Fels rechts und links, unten das Tal, das immer kleiner wurde.
Oben wartete mein Pilot. Ein ruhiger Typ, ungefähr in meinem Alter, der mir sofort die Anspannung aus den Schultern nahm, indem er einfach erstmal redete. Über das Wetter, über die Thermik an dem Tag, über den Schirm, den er ausgepackt hatte. Er erklärte mir, was er von mir bräuchte: ein paar entschlossene Schritte beim Start, dann hinsetzen, und den Rest würde er übernehmen. Er fragte, ob ich filmen wolle. Klar wollte ich. Schließlich war alles wegen eines Videos passiert.

Der Moment, in dem der Flug begann

Der Start ging schneller, als ich denken konnte. Ich erinnere mich an drei, vier Schritte über die Wiese, an das Gefühl, dass mich etwas sanft nach hinten zog, und dann – nichts mehr unter den Füßen. Kein Ruck, kein Fallen, einfach Stille. Ich habe tatsächlich kurz gelacht, weil ich überrascht war, wie unspektakulär dieser Übergang ist. Eben noch Gras unter den Sohlen, jetzt Luft.
Die ersten Sekunden habe ich gar nicht versucht zu filmen. Ich wollte nur schauen. Unter mir wurde das Tal immer breiter, die Häuser von [Engelberg](https://tandem-paragliding.center/fluggebiete/ch/obwalden/engelberg/fuerenalp-bei-obwalden-und-engelberg) wurden klein wie Spielzeug, das Kloster mit seinem weißen Dach stach hervor, und dahinter erstreckte sich diese Landschaft, von der ich vorher nur aus dem Fenster der Bahn etwas gesehen hatte. Die Wände des Titlis, weiter hinten ein Schimmern, das mein Pilot mir als den Vierwaldstättersee erklärte.
Er ließ mich erstmal in Ruhe ankommen. Erst nach ein paar Minuten begann er, ein bisschen zu erzählen. Welcher Berg welcher ist, wo wir gerade in einem Aufwind sind, warum er manchmal Kurven fliegt und manchmal einfach geradeaus gleitet. Ich habe irgendwann doch das Handy rausgeholt und gefilmt – aber anders, als ich gedacht hatte. Nicht hektisch, nicht aus allen Winkeln, sondern lange ruhige Aufnahmen. Einfach den Schirm über mir, das Tal unter mir, mein Knie im Bild.
Was mich überrascht hat: wie wenig Wind ich im Gesicht hatte. Ich hatte mit eiskalten Böen gerechnet, aber es war eher ein gleichmäßiges Säuseln. Und es ist nicht laut da oben. Man hört das Material leise knarzen, ab und zu einen Vogel, und sonst nichts. Kein Motor, keine Straße. Ich habe irgendwann das Handy weggesteckt, weil ich gemerkt habe, dass ich gerade dabei war, das Erleben zu verpassen, weil ich es festhalten wollte.

Was vom Flug über Engelberg blieb

Die Landung war fast so überraschend wie der Start. Mein Pilot kündigte sie früh an, ich sollte die Beine ausstrecken, dann ein paar Schritte, und plötzlich stand ich wieder. Ich brauchte einen Moment, um zu begreifen, dass es vorbei war. Mein Kreislauf war auf einmal sehr wach, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.
Ich habe mir später am Abend das Video angeschaut, das ich oben aufgenommen hatte. Es ist kein gutes Video, ehrlich gesagt. Mein Daumen ist halb im Bild, der Horizont ist schief, und an einer Stelle hört man mich tatsächlich vor mich hin kichern. Aber es ist genau das Video, das ich behalten möchte. Es passt zu dem Video vom Anfang, dem aus der Ferne, das mich überhaupt erst dort hochgebracht hat.
Wenn mich jetzt jemand fragt, was ich in Engelberg gemacht habe, fange ich meistens mit dem Kaffee auf der Bank an. Mit dem bunten Schirm am Himmel. Und dann erzähle ich, dass man manchmal einfach buchen sollte, bevor man zu lange nachdenkt.
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